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Studenten sind beliebt, aber Schüler oft die bessere Lösung

Für Mittel­ständler abseits der Städte sind Schüler nahelie­gende Kandi­daten für Ferienjobs. Unter­nehmer sollten sich auch um sie bemühen, weil sie poten­zielle Lehrlinge sind.


Das Erwerbs­leben beginnt schon im zarten Alter von 13 Jahren: Dann dürfen Kinder – mit Erlaubnis der Eltern – ihr erstes eigenes Geld mit leichten Tätig­keiten verdienen, etwa mit Babysitten, Nachhil­fe­un­ter­richt oder Einkäufen für die Nachbarn. Für Unter­nehmer inter­essant ist aber der 15. Geburtstag: Danach dürfen Schüler für Ferienjobs sogar wochen­weise Vollzeit arbeiten – etwa als Verkäufer in der Eisdiele, als Landwirt­schafts­helfer auf dem Bauernhof, als Regalauf­füller im Super­markt oder als Bote im Büro. Gerade jetzt in den Sommer­ferien geht da besonders viel – vielleicht auch in Ihrem Unter­nehmen, weil der Laden überra­schend stark brummt, aber viele Stamm­be­schäf­tigte in den Urlaub wollen?

Viele Mittel­ständler finden keine studen­ti­schen Aushilfen

Natürlich sind volljährige Studenten als Ferien­jobber um einiges pflege­leichter als minder­jährige Schüler. Vielen Mittel­ständlern in der Provinz stehen sie aber nur begrenzt zur Verfügung. Großun­ter­nehmen in den Univer­si­täts­städten machen schon rund ums Jahr gute Angebote – da fällt es kleinen Betrieben in der Eifel oder auf der Schwä­bi­schen Alb schwer, Werkstu­denten oder studen­tische Aushilfen für einen Vollzeitjob in den Ferien zu finden. Deshalb ist der Einsatz von Schülern naheliegend. Zu jungen Leuten in den umlie­genden Schulen sollten gerade Mittel­ständler abseits der Studen­ten­hoch­burgen engen Kontakt halten. Wer das noch nicht tut und aktuell jemanden sucht, dem helfen neben Kontakten über Mitar­beiter oder Bekannte auch die Arbeits­agen­turen sowie Anzeigen in Zeitungen und Jobpor­talen wie Monster oder Ferienjob.de. Natürlich können Unter­nehmer ihre Joban­gebote auch an die Pinnwand des örtlichen Super­markts pinnen.

Ferien­job­bende Schüler können dem Betrieb helfen

Hat sich ein Schüler für den Ferienjob gefunden, gilt es natürlich, die gesetz­lichen Bestim­mungen zu beachten. Die sind gerade für Minder­jährige recht streng, etwa was die Gesamt­dauer betrifft oder die maximale Wochen- und Tages­ar­beitszeit. Jugend­liche dürfen norma­ler­weise samstags sowie sonn- und feiertags nicht arbeiten, es gibt aber Ausnah­me­re­ge­lungen, etwa für Gaststätten und die Landwirt­schaft. „handwerk magazin“ hat die nötigen Rahmen­daten für die Beschäf­tigung von minder­jäh­rigen Schülern zusam­men­ge­stellt. Über den Arbeits­vertrag und spezielle Fragen müssen Sie mit Ihrem Anwalt reden. Und natürlich sollten gerade Handwerks­be­triebe auch beim Arbeits­schutz für Schüler auf Nummer sicher gehen und lieber etwas zu viel Ausrüstung bereit­stellen als zu wenig. Steuer- und abgabenfrei bleibt die Tätigkeit von Schülern, sofern sie zwei Monate am Stück oder insgesamt 50 Arbeitstage pro Jahr nicht überschreitet.

So lassen sich auch leichter Auszu­bil­dende finden

Ferien­job­bende Schüler sind aber nicht nur als Aushilfe bei Auftrags­spitzen wichtig. Firmen­chefs sollten sie auch aus perso­nal­stra­te­gi­schen Gründen in den Betrieb holen. Das bietet nämlich eine ausge­zeichnete Möglichkeit, junge Leute für einen Ausbil­dungs­platz zu inter­es­sieren. Zudem steigt so deutlich die Chance, dass sie später als Lehrlinge auch durch­halten, weil sie schon genauer wissen, was auf sie zukommt. Waren Schüler vielleicht sogar einige Jahre lang regel­mäßig in den Ferien im Betrieb, sparen sich Arbeit­geber darüber hinaus zumindest einen Teil der sonst nötigen Einar­bei­tungszeit.


Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an.


Quelle: www.trialog-unternehmerblog.de, Heraus­geber: DATEV eG, Nürnberg

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