Fachartikel & News

Verein­fa­chungen für Kranken­geld­fälle

Die Arbeits­un­fä­hig­keits­be­schei­nigung ist der wahrscheinlich in Arztpraxen am häufigsten ausge­stellte Muster­vor­druck. Dieser „gelbe Schein“ bereitete jedoch in verschie­denen Bereichen wie dem nahtlosen Nachweis der Arbeits­un­fä­higkeit Probleme.


Der GKV-Spitzen­verband und die Kassen­ärzt­liche Bundes­ver­ei­nigung haben sich daher nun auf ein neues Verfahren bei Krank­schrei­bungen einigen können. In diesem Zusam­menhang wurde die Arbeits­un­fä­hig­keits­be­schei­nigung zum 1.1.2016 aktua­li­siert. Im Ergebnis wurden damit die unter­schied­lichen Formulare bei einer Krank­schrei­bungen abgeschafft.

Krankengeld

Werden Arbeit­nehmer krank, zahlt der Arbeit­geber sechs Wochen lang weiterhin als sogenannte Lohnfort­zahlung das Gehalt. Falls der Arbeit­nehmer nach den sechs Wochen weiterhin arbeits­un­fähig bleiben sollte, erhält er von seiner Kranken­kasse Krankengeld. Voraus­setzung für die Zahlung des Kranken­geldes ist ein lücken­loser Nachweis, dass der Arbeit­nehmer aufgrund derselben Erkrankung länger als sechs Wochen arbeits­un­fähig war.

Krank­schrei­bungen bis Ende 2015

Während der Lohnfort­zahlung durch den Arbeit­geber stellte der behan­delnde Arzt eine Arbeits­un­fä­hig­keits­be­schei­nigung aus. Bestandteil dieses Formulars war eine Kopie zur Infor­mation des Arbeit­gebers.

Nach dem Ende der Entgelt­fort­zahlung durch den Arbeit­geber wurde bisher keine Arbeits­un­fä­hig­keits­be­schei­nigung mehr durch den Arzt ausge­füllt. Statt­dessen musste eine spezielle Beschei­nigung für die Kranken­geld­zahlung, der sogenannte Auszahl­schein, von der Kranken­kasse an den Versi­cherten gesandt werden.

Nachdem dieser Auszahl­schein durch den Arzt ausge­füllt wurde, sendete der Versi­cherte diesen wieder an seine Kranken­kasse zum Erhalt des Kranken­geldes. Gegenüber dem Arbeit­geber wies der Versi­cherte die Arbeits­un­fä­higkeit durch eine Kopie des Auszahl­scheins oder eine eventuell zusätzlich erstellte Arbeits­un­fä­hig­keits­be­schei­nigung nach.

Krank­schrei­bungen ab 2016

Ab 2016 enthält die Arbeits­un­fä­hig­keits­be­schei­nigung schon während der Lohnfort­zahlung durch den Arbeit­geber zusätzlich eine Kopie zur Infor­mation des Versi­cherten. Dieser kann daher nun leicht erkennen, wann er eine neue Arbeits­un­fä­hig­keits­be­schei­nigung benötigt.

Zudem fasst die neue Arbeits­un­fä­hig­keits­be­schei­nigung die bishe­rigen Formulare zusammen. Auch bei einer Krank­schreibung während des Kranken­geld­bezugs wird der Arzt die Arbeits­un­fä­higkeit zukünftig beschei­nigen. Diese Beschei­nigung ist der Kranken­kasse vorzu­legen. Hierbei werden eine Kopie zur Infor­mation für den Versi­cherten und auch ein Durch­schlag für den Arbeit­geber Bestandteil des Formulars sein.

Fazit

Neben dem zukünf­tigen Verzicht auf den Auszahl­schein nach Ende der Entgelt­fort­zahlung, was eine deutliche Erleich­terung darstellt, wird dem Arbeit­nehmer der nahtlose Nachweis der Arbeits­un­fä­higkeit erleichtert.


Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an.

This is a unique website which will require a more modern browser to work! Please upgrade today!