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Neue Regeln zur Elternzeit und zum Elterngeld

Am 1. Januar 2015 sind neue Regeln zur Elternzeit und zum Elterngeld in Kraft getreten. Die Regelungen zum Elterngeld Plus, zum Partner­schafts­bonus sowie zur flexi­bleren Elternzeit gelten für Eltern, deren Kinder ab 1. Juli 2015 geboren werden.


Elterngeld Plus Der Bezug des bishe­rigen Eltern­gelds ist weiterhin möglich. Dabei darf ein Teilzeit­umfang von bis zu 30 Wochen­stunden nicht überschritten werden. Entspre­chend können Eltern sich nun zwischen dem Bezug von Basis­elterngeld oder von Elterngeld Plus entscheiden.

Mit dem neuen Elterngeld Plus soll den Eltern die Rückkehr an den Arbeits­platz erleichtert werden. Für Mütter und Väter besteht künftig die Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten und dennoch Elterngeld zu beziehen.

Das Elterngeld Plus ersetzt das wegfal­lende Einkommen abhängig vom Vorein­kommen zu 65 bis 100 Prozent. Monatlich beträgt das Elterngeld Plus maximal die Hälfte des Eltern­gelds, das den Eltern ohne Teilzeit­ein­kommen nach der Geburt zustünde.

Das Elterngeld Plus wird für den doppelten Zeitraum gezahlt. Das bedeutet, dass ein Eltern­geld­monat dann zwei Elterngeld- Plus-Monaten entspricht. Das Elterngeld Plus kann über den 14. Lebens­monat des Kindes hinaus bezogen werden.

Arbeit­geber müssen künftig nicht mehr zustimmen Für Arbeit­geber bedeutet dies, dass ihre Zustimmung zum Eltern­zeit­ver­langen zwischen dem 4. und vollendeten 8. Lebensjahr des Kindes nicht mehr notwendig ist. Entscheidend ist künftig alleine, dass der Antrag frist­ge­recht beim Arbeit­geber vorliegt.

Bei der Elternzeit bis zum 3. Lebensjahr beträgt die Ankün­di­gungs­frist sieben Wochen. Bei einer Auszeit zwischen dem 4. und 8. Lebensjahr des Kindes beträgt die Frist künftig 13 Wochen.

Elternzeit flexibler Auch die Elternzeit wird deutlich flexibler. Wie bisher können Eltern bis zum 3. Geburtstag eines Kindes eine unbezahlte Auszeit vom Job nehmen. Künftig können 24 statt bisher 12 Monate zwischen dem 3. und dem 8. Geburtstag des Kindes genommen werden. Außerdem kann die Elternzeit in drei Zeitab­schnitte pro Elternteil aufge­teilt werden.

Elternzeit trotz Arbeit­ge­ber­wechsel Der Wechsel des Arbeit­gebers ist unter dem Gesichts­punkt, dass der Arbeit­geber der Übertragung der Elternzeit nicht mehr zustimmen muss, besonders zu betrachten. Der Eltern­zeit­an­spruch bleibt gegenüber künftigen Unter­nehmen erhalten. Daher müssen sich Arbeit­geber darauf einstellen, dass neu einge­stellte Mitar­beiter mit Kindern im entspre­chenden Alter noch Elternzeit in Anspruch nehmen können. Arbeit­geber können nur den dritten Block der Elternzeit zwischen dem vollendeten 3. und 8. Lebensjahr ablehnen. Voraus­setzung für eine Ablehnung sind „dringende betrieb­liche Gründe“.

Partner­schafts­bonus Teilen sich Vater und Mutter die Betreuung ihres Kindes und arbeiten parallel für vier Monate zwischen 25 und 30 Wochen­stunden, erhalten sie zudem den Partner­schafts­bonus in Form von jeweils vier zusätz­lichen Elterngeld-Plus-Monaten.


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