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Vergü­tungs­paket: So kommt mehr an

Steuer­be­güns­tigte Zusatz­leis­tungen sind gut für Arbeit­nehmer und Arbeit­geber. Angesichts der kompli­zierten Regeln sollte aber stets ein Steuer­be­rater einge­schaltet werden.

Autor: Monika Hofmann


Anreize geben: Während bei klassi­schen Lohner­hö­hungen Steuern und Sozial­ab­gaben anfallen, kommen steuer­freie oder -begüns­tigte Zusatz­leis­tungen fast komplett bei den Mitar­beitern an – und der Arbeit­geber kann sie häufig als Betriebs­aus­gaben absetzen.

Lohn ergänzen: Zwar hat der Gesetz­geber die Steuer­be­freiung einge­schränkt, doch es gibt noch viele Möglich­keiten. Wichtig: Steuerfrei oder -begünstigt bleiben nur Leistungen, die kein Lohnbe­standteil sind, sondern zusätzlich zum Lohn gewährt werden.

Firmen­wagen stellen: Trotz schär­ferer Regeln bleiben Dienst­wagen inter­essant. Überlässt der Chef ein Auto zur betrieb­lichen und privaten Nutzung, hat der Mitar­beiter einen geldwerten Vorteil. Dafür fallen Steuern und Sozial­ab­gaben an. Die Höhe des Vorteils wird mit der Ein-Prozent-Methode oder der Fahrten­buch­me­thode ermittelt. Weil die Regeln komplex sind, sollte jeder Fall mit dem Steuer­be­rater durch­ge­rechnet werden.

Smart­phone privat nutzen lassen: Darf der Beschäf­tigte ein betrieb­liches Daten­ver­ar­bei­tungs­gerät privat nutzen, muss er den daraus entste­henden Vorteil nicht versteuern. Das gilt etwa für Smart­phones oder Tablets, aber auch für Faxgeräte – egal, ob im Betrieb, im Auto oder in der Wohnung. Bezahlt der Firmenchef die Verbin­dungs­ent­gelte, ist dies ebenfalls steuer- und sozial­ab­ga­benfrei.

Kinder­be­treuung übernehmen: Aufwen­dungen des Arbeit­gebers zur Betreuung nicht schul­pflich­tiger Kinder sind grund­sätzlich eine Zusatz­leistung. Das gilt für die Betreuung im firmen­ei­genen oder im externen Kinder­garten ebenso wie für vergleichbare Einrich­tungen, etwa Kitas. Ihre Kosten müssen die Mitar­beiter mit Belegen nachweisen.

Gesundheit fördern: Zuschüsse zu Gesund­heits­kursen bleiben steuer- und sozial­ab­ga­benfrei. Ein Mitar­beiter darf Angebote im Wert von 500 Euro jährlich nutzen, etwa für Wirbel­säu­len­gym­nastik, Stres­sprä­vention oder Ernäh­rungs­lehr­gänge. Mitglieds­bei­träge für Sport­vereine oder Fitness­studios sind nicht als Zusatz­leistung dekla­rierbar.

Mobilität erleichtern: Der Betrieb darf bis zu 44 Euro pro Monat für ein Jobticket im öffent­lichen Nahverkehr oder für Tanken bezahlen. Ist der Betrag nur einen Cent höher, wird er voll steuer­pflichtig. Dienstlich erflogene Bonus­meilen darf der Arbeit­nehmer in Absprache mit dem Chef bis zum Gegenwert von 1.080 Euro im Jahr steuerfrei nutzen.

Extras genau planen: Versprechen Sie keinem Mitar­beiter spontan vermeintlich steuer­freie Zusatz­leis­tungen. Legen Sie mit Ihrem Steuer­be­rater eine Vergü­tungs­stra­tegie fest. Klären Sie, ob Beson­der­heiten bei den Extras zu beachten sind und in welcher Konstel­lation sie sich für welche Beschäf­tigten rechnen.


Quelle: TRIALOG, Das Unter­neh­mer­ma­gazin Ihrer Berater und der DATEV, Heraus­geber: DATEV eG, Nürnberg, Ausgabe 01/2014

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