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Die neuen Pflichten

E-Lohnsteu­er­karte, härtere Betriebs­prü­fungen und Unsicherheit
über die Höhe der Erbschaft­steuer dürften das Steuerjahr 2013 prägen.
Dies sind die wesent­lichen Neuerungen.

Autor: Marco Düte


E-Lohnsteu­er­karte: Seit Januar 2013 können, ab Dezember 2013 müssen die ELStAM erstmals abgerufen werden. Spätestens im Juni 2014 müssen sie zur Anwendung kommen. Das Kürzel steht für Elektro­nische Lohnsteu­er­ab­zugs­merkmale. Der Betrieb meldet sich unter www.elster.de zum Verfahren an und erhält ein „Organi­sa­ti­ons­zer­ti­fikat“. Für die Anmeldung von Mitar­beitern gibt er deren Namen, Geburts­datum und steuer­liche Identi­fi­ka­ti­ons­nummer an. Die bisher gewährten Freibe­träge müssen die Beschäf­tigten neu beantragen. Der Arbeit­geber muss zu jeder Abrechnung prüfen, ob aktua­li­sierte ELStAM vorliegen. Nach der Anmeldung werden nur noch die Änderungen bereit­ge­stellt. Wer die Lohnab­rechnung von DATEV und Steuer­be­rater erledigen lässt, braucht sich um Anmeldung und Abruf nicht selbst zu kümmern.

Lohnsteu­er­nach­schau: Wie bei der Umsatz­steuer soll es bei der Lohnsteuer unan‑
gemeldete Betriebs­prü­fungen geben, die „Nachschau“. Ist sie beschlossen, könnten die Beamten Betriebs­stätten zu den Geschäfts­zeiten betreten, Unter­lagen sichten sowie Auskünfte verlangen. Entdecken sie Fehler, könnte das Verfahren nahtlos in eine reguläre Lohnsteu­er­be­triebs­prüfung übergehen. Durch dieses Verfahren könnten Prüfer die Razzien der Finanz­kon­trolle Schwarz­arbeit begleiten und für die Lohnsteuer auswerten. Unabhängig davon könnte es jedoch jeden Betrieb treffen.

Steuer­be­ra­ter­ver­gütung: Die neue Steuer­be­ra­ter­ver­gü­tungs­ver­ordnung (StBVV) regelt neben der Erhebung der Gebühren nun auch die Erstattung von Auslagen. 14 Jahre nach der letzten Gebüh­ren­reform gibt es nun eine lineare Erhöhung der Tabellen A bis E sowie eine Anhebung der Zeitgebühr und die Erhöhung einiger Gegen­stands­werte.

Pauschal­steuer PCs: Schon bisher können Firmen­chefs ihren Mitar­beitern auch für den privaten Gebrauch einen PC überlassen und die Internet-Kosten tragen. Für den geldwerten Vorteil zahlt der Betrieb 25 Prozent pauschale Lohnsteuer ans Finanzamt. Künftig soll statt „Personal Computer“ der umfas­sendere Begriff „Daten­ver­ar­bei­tungs­geräte“ gelten, womit beispiels­weise auch Tablets eindeutig unter diese Regelung fallen würden.

Betriebs­nach­folger: Kindern oder anderen Nachfolgern, die den Betrieb unent­geltlich übernehmen, droht eine deutlich höhere Schen­kungsteuer. Der Bundes­fi­nanzhof hat verfas­sungs­recht­liche Bedenken gegen die weitrei­chenden Steuer­vor­teile für Betriebs­nach­folgen mit bis zu 2,8 Millionen Euro steuer­freiem Vermö­gens­übergang (Az.: II R 9/11). Jetzt prüft das Bundes­ver­fas­sungs­ge­richt. Die Finanz­ämter erlassen Steuer­be­scheide nur noch vorläufig und ändern sie nach dem Urteil aus Karlsruhe (Länder­erlass vom 14.11.2012). Quelle: BMF 2011/BMF 2011/Statistisches Bundesamt 2011


Quelle: TRIALOG, Das Unter­neh­mer­ma­gazin Ihrer Berater und der DATEV, Heraus­geber: DATEV eG, Nürnberg, Ausgabe 02/2013

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